Neue Abenteuer im Hawke’s Bay (Teil 1) – Freiheitsdrang, Flut-Rettung & Hostel-Feeling

Da bin ich also hier seit drei Wochen im schönen Hawke’s Bay und ich muss sagen, es ist echt richtig gemütlich hier. Es kommt mir wieder vor wie eine ganze Ewigkeit, die ich hier bin, dabei ist es noch gar nicht lange her, als ich und mein lieber CamperVan Wellington hinter uns gelassen haben. Ich bin wieder zurück im Hostel-Leben. Neue tolle Landschaften haben mich wieder total überwältigt und auf einem richtigen Abenteuer-Erlebnis wäre ich beinahe überschwemmt worden. Also seid wieder gespannt auf diesen neuen, frischen Erlebnisbericht und lasst euch mitnehmen auf einen Abstecher ins Abenteuer Neuseelands.

 

Durch wundervolle Landschaften

Nach fast zwei Monaten, die ich in Wellington verbrachte, hat es sich für mich richtig gut angefühlt, die Stadt hinter mir zu lassen und endlich wieder mit meinem CamperVan an einen neuen unbekannten Ort weiterzureisen. Als ich losfuhr, war, nach längerer Zeit, wieder super warmes, sonniges Wetter und meine Lust auf neue Abenteuer und Erlebnisse war riesig groß. Diese wurde sofort verstärkt,  als ich gleich zu Beginn meiner Fahrt durch ein richtig schönes Tal fuhr und sofort mit fantastischer Landschaft belohnt wurde. Da musste ich einfach gleich am Straßenrand anhalten, um die Eindrücke anhand neuer Fotos einzufangen. Als ich dann die weiten freien Straßen vor mir hatte, kam in mir wieder das pure Gefühl von Freiheit hoch, wobei mir alle Wege offen stehen und ich einfach nur ohne großen Plan drauf losfahren und sehen kann, wohin mich die Straßen führen. Es hat riesengroßen Spaß gemacht, durch die gemütlichen, kurvenreichen Straßen zu düsen und einfach nur das herrliche Wetter, die Ruhe und die traumhaft schöne Landschaft zu genießen. Allerdings muss ich sagen, dass es mir auch etwas mulmig wurde, ganz alleine durch so abgelegene, einsame Orte zu fahren, wo man keinen Handy-Empfang hat und so gut wie kein Auto vorbei kommt. Gegen Ende meiner Fahrt machte ich dann noch einen Abstecher zum „Longest Place Name in the World“, dem Ort mit dem längsten Ortsnamen-Schild überhaupt. Der Ort an sich ist eigentlich überhaupt nichts besonderes, es ist nur ein einsames, riesig langes Schild mitten im Nirgendwo. Der Name ist Maorisch und ziemlich schwierig auszusprechen:
„Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu“.
Auf Deutsch bedeutet er folgendes:
„Der Ort, an dem Tamatea, der Mann mit den großen Knien, der Berge hinabrutschte, emporkletterte und verschluckte, bekannt als der Landfresser, seine Flöte für seine Geliebte spielte.“
Nach einer sehr langen Fahrt kam ich dann schließlich ziemlich müde in dem Hostel in Hastings an, dem Ort in dem nun endlich einen Job finden wollte, bei dem ich auch Geld für meine Reisekasse verdienen konnte.

 

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The National Aquarium – Ein kleiner Ausflug

Am nächsten Morgen schlief ich mich erst einmal aus, frühstückte in Ruhe und machte dann gleich einen Ausflug nach Napier ins National Aquarium of New Zealand. Dort gibt es viele verschiedene Meerestiere zu sehen, wie unter anderem die Fische aus dem Film „Findet Nemo“, Schildkröten, Haie, Seepferdchen und viele andere bunte Fische. Besonders haben mir die niedlichen, kleinen Pinguine gefallen, die gerade gefüttert wurden. Besonders toll fand ich, dass ich nochmals den Kiwi-Vogel zu sehen bekam, dem ich bereits im Zoo in Wellington begegnet war.

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Auf der Flucht vor der Flut – Abenteuer am Cape Kidnappers

An einem ganz besonders schönen Tag machte ich einen Ausflug mit meinem CamperVan, um mir die ganze Umgebung im schönen Hawke’s Bay etwas genauer anzusehen. Angefangen habe ich mit einem ziemlich abenteuerlichen Walk entlang der Küste zum ‚Cape Kidnappers‘, der mich richtig, richtig begeistert hat. Das Wetter an diesem Tag war traumhaft schön und meine Laune war super gut. Ich lief direkt am Strand zwischen Meer und Klippen entlang – in Richtung des Capes. Was ich leider etwas außer Acht ließ, waren die Gezeiten zwischen Ebbe und Flut. Somit wurde mir die Zeit etwas knapp, und ich fragte mich, ob ich es denn auch noch wieder rechtzeitig zurück schaffte, bevor der Weg überflutet war. Nach einiger Zeit traf ich auf ein paar richtig coole Typen, die ich um Rat fragte. Diese waren total nett und haben mir anboten, mich mit ihrem Quad vor bis zum Cape zu fahren. Somit schaffte ich es wenigstens noch bis zu dem Punkt, an dem man den Cape gerade so sehen konnte – ein traumhaft schöner Anblick. Auf dem Rückweg musste ich mich allerdings dann ganz schön beeilen. Ich merkte schon, wie das Wasser immer näher kam und der begehbare Weg immer knapper wurde. Glücklicherweise hatte mir der eine Quad-Fahrer angeboten ihn anzurufen, sollte ich denken es nicht mehr rechtzeitig zurückzuschaffen. Und genau das tat ich dann auch, nachdem es mir doch bei der steigenden Flut etwas mulmig wurde.

 

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Es hat riesigen Spaß gemacht am Strand mit dem Quad mitfahren zu dürfen. An manchen Stellen wurde es sogar schon etwas knapp für das Quad, und wir mussten ein Stück weit durchs Wasser fahren. Als ich dann wieder am Parkplatz zurück an meinem CamperVan in Sicherheit war, musste ich das ganze Erlebnis erst einmal realisieren. Ich hatte echt keine Ahnung was ich gemacht hätte, wenn ich nicht die Typen mit dem Quad getroffen hätte. Wäre ich überschwemmt worden oder hätte mich irgendwo auf einem Felsen retten müssen und warten bis die Flut wieder zurück ging? Ich hatte also echt riesiges Glück gehabt und war richtig dankbar, dass der Quadfahrer mich gerettet hat.

Nach diesem Abenteuer-Erlebnis machte ich mich dann noch auf zum Ocean Beach, einem richtig schönen Strand, nach Waimarama, einem gemütlichem Städtchen am Meer und zu einem schönen Wasserfall im Grünen. Es war für mich ein richtig cooler Tag gewesen.

 

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Zurück im Backpacker-Leben – Hostel-Feeling im Rotten Apple

Und da bin ich nun auch wieder zurück im alten Backpacker-Leben und wohne nun wieder in einem Hostel. Es ist wieder eine Umstellung für mich, so viele Menschen alltäglich um mich zu haben. Aber es fühlt sich gut an nach langer Zeit wieder andere gleichgesinnte Backpacker zu treffen, die genau wie ich weit weg von zu Hause in einem fremdem Land umher reisen und die winterlichen Tage dazu nutzen möchten, Geld fürs Reisen anzusparen. Die allgemeine Stimmung ist richtig angenehm und relaxed und ich habe schon wieder viele neue freundliche Menschen kennenlernen dürfen.

Die nächste Zeit werde ich dann hier im Hawke’s Bay für ein paar Wochen auf einem Weingut mitarbeiten und mir somit wieder etwas Geld für‘s Reisen zu verdienen. Ich bin gespannt, wie es mir da so ergehen wird. Davon werde euch dann in meinem nächsten Erlebnisbericht erzählen und vielleicht auch von weiteren spannenden Abenteuern hier im Hawke’s Bay. Also seid gespannt drauf! Das war‘s soweit erstmal von mir.

Wenn euch der Artikel gefallen hat, lasst es mich gerne wissen und postet mir einen kleinen Kommentar. Ich freue mich über jedes einzelnes Feedback! In der Galerie könnt ihr natürlich auch wieder neue tolle Bilder anschauen und euch daran versuchen, diese wundervolle Landschaft zu beschreiben. Mir gehen mittlerweile die Worte aus. Gerne könnt ihr eure Einfälle ebenfalls unterhalb des Artikels in einem kleinen Kommentar schreiben. Ich freue mich von euch zu hören!

Es lebe das Abenteuer! Macht’s gut!

Euer Simon

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21 years old Blogger, Photographer & Adventure-Traveller from Germany 📷🗻🏞⛺️

Comments

  1. Antworten

    Lieber Simon,
    wie gut dass Dich das Meer nicht weggespült hat !!!! Puh, das hört sich ja richtig dramatisch an. Offensichtlich hattest Du einen Schutzengel oder so jemanden, der Dir rechtzeitig Hilfe geschickt hat.
    Pass gut auf Dich auf, damit Du nächstes Jahr wieder heil nach D. zurück kommst!
    Eine gute und finanzielle lohnende Zeit bei der Traubenlese wünsche ich Dir!!
    Dein Bericht ist wieder sehr gelungen!!
    Liebe Grüße sendet Dir Christa mit Gerd.

    1. Antworten

      Dankeschön liebe Christa! 🙂

    2. Antworten

      Hallo Simon, auch ich habe gerade ganz gespannt deinen Bericht gelesen und bin sehr begeistert, aber auch ziemlich entsetzt über dein Stranderlebnis. Ich kann mich nur Cheistas Worten anschließen: pass gut auf sich auf, dass wir dich nächstes Jahr gesund und munter wiedersehen können. Ich wunsxhedir weiter viel Spaß und Erfolg. Ganz liebe Grüße, Ingrid

      1. Antworten

        Dankeschön liebe Ingrid! 🙂
        Ich werde weiterhin gut auf mich aufpassen 😉

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