Taurangaaaa & Foxton – Wie meine große Reise auf der Nordinsel weiterging…

Seit einer ganzen Weile habt ihr nichts Neues mehr von mir gehört. Jetzt ist es endlich soweit – der nächste Reisebericht ist fertig. Auch wenn es jetzt wieder sehr lange her ist, seitdem ich das folgende erlebt habe, möchte ich euch nicht verschweigen, wie die Geschichte meines großen Abenteuers hier in Neuseeland weiter gegangen ist. Also let’s go – auf einen neuen Abstecher ins Abenteuer.

 

Nachdem ich also drei Wochen auf der Südinsel verbrachte hatte, machte ich mich mit meinem CamperVan, dem Nissan Homy, wieder auf den Weg auf die Nordinsel. Ich hatte nun die Freiheit überall hinfahren zu können und somit noch viel mehr von Neuseeland zu sehen. Mein Ziel war nun die Hafenstadt Tauranga, im wunderschönen Bay of Plenty, ziemlich im Norden der Nordinsel.

Bis dorthin war es eine echt lange, lange Strecke, die ich mit meinem Nissan Homy zu bewältigen hatte. Ich musste dazu die halbe Südinsel und einmal komplett die ganze Nordinsel überqueren. Nach einer kurzen Pause in Kaikoura, einer ersten abenteuerlichen Übernachtung in Picton, einer erneuten Fähranfahrt von Picton nach Wellington, einer coolen Campingplatz-Übernachtung an einem Steinbruch und einer Überquerung des Tongariro National Parks auf der abenteuerlichen „Desert Road“, bin ich nach einer dreitägigen Fahrt schließlich ziemlich müde auf einem Campingplatz in Papamoa, einem Vorort von Tauranga, angekommen. Dieser war nur einige Meter vom schönen Strand und Meer entfernt, den ich erstmal direkt nach meiner Ankunft besuchen ging. Es war für mich, nach vielen Hostel-Übernachtungen und dem Aufenthalt im eigenen Apartment auf der Farm, wieder ein ganz neues Abenteuer nun im CamperVan zu nächtigen. Die Zeit war ziemlich cool muss ich sagen. Besonders genoss ich es, am frühen Morgen schön gemütlich in der warmen Sonne und der frischen Luft zu frühstücken. Oftmals machte ich mir leckeren Bacon oder ein Omelette in der Pfanne über dem Gaskocher und bekam dabei ab und zu sogar netten Besuch von der Campingplatz-Katze. Abends als es dunkel wurde, konnte ich es mir mit zugezogenen Vorhängen und Lichterkette so richtig gemütlich machen.

 

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Auch wenn für meinen Geschmack etwas viel Verkehr in Tauranga war, hat mir die Atmosphäre im Bay of Plenty sehr gut gefallen. Das Herzstück und mein absolutes Highlight der Stadt ist der unglaublich schöne Mount Maunganui, ein kleiner, bezaubernder, grün bewachsender Vulkan, an dem ich sehr großen Gefallen gefunden hatte. Es gibt einen Rundweg mit sehr schönen Pfaden bis hoch an die Spitze. Von dort aus hat man einen fantastischen Rundum-Blick auf ganz Tauranga und den wundervollen Ozean. Gerade da der Vulkan so klein ist, finde ich ihn auf eine besondere Art und Weise sehr gemütlich. Der Aufstieg ist leicht zu bewältigen und dauert nicht lange. Belohnt wird man durch ein total überwältigendes Naturerlebnis. Am Ende des Rundweges traf ich noch auf freilaufende Schafe, die einfach so auf dem Vulkan herumliefen. Das fand ich ziemlich witzig, und ich habe versucht ein Bild mit ihnen zusammen zu machen.
Am fernen Horizont konnte ich dann sogar noch die aktive Vulkaninsel „White Island“ erblicken, die ich auf meiner Reise unbedingt noch besuchen möchte.

 

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Mein Hauptgrund für den Aufenthalt in Tauranga war meine Arbeitssuche, um nach dem Kauf meines, nicht ganz billigen, CamperVan meine Reisekasse wieder aufzufüllen. In Te Puke, einer Kleinstadt etwas außerhalb von Tauranga, nahm ich einen Job als Kiwi-Pflücker an, denn diese ist in Neuseeland bekannt als Hauptstadt des Kiwi-Anbaus. Zusammen mit einer Gruppe von Pflückern bin ich mit einem Korb um die Hüfte geschnallt durch die Plantagen losgezogen und habe Stück für Stück Kiwis von den Bäumen gepflückt. Die Arbeit auf der Plantage im Grünen war anfangs recht angenehm, doch mit der Zeit wurde sie sehr anstrengend. Vor allem ging das gegen Ende des Tages ziemlich auf den Rücken und ich war abends immer ziemlich fertig. Bezahlt wurde nach der Menge der gefüllten Kisten, die unsere Gruppe gepflückt hatte. Durchgehalten habe ich das Ganze eine ganze Woche lang, dann wurde es mir doch zu anstrengend und ich habe bemerkt, dass es nicht das Richtige für mich war. Etwas nervig war es, sich immer auf das Wetter einstellen zu müssen. Denn wenn regnete, konnte nicht gepflückt werden. Ich musste am Morgen immer auf einen Anruf warten und wusste nie genau, ob ich mich nun am Tag auf die Arbeit einstellen musste. Am letzten Tag meiner Arbeit bin ich dann noch das erste Mal mit meinem Nissan Homy in den nassen Wiesen der Plantagen stecken geblieben. Ich hatte Glück, dass ich noch auf den netten Plantagenbesitzer gestoßen bin, der mich dann mit seinem kleinen Traktor rausziehen konnte. Da ich zusammen mit zwei anderen deutschen Pflücken noch ein paar Kiwis zum Mitnehmen ergattert hatte, war ich der Allerletzte, der nach Hause fuhr.

 

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Da die Nächte schließlich sehr, sehr kalt im CamperVan wurden, schaute ich mich wieder nach einer neuen Wwoofing-Stelle um, bei der ich ein wenig länger bleiben und mich erstmal wieder aufwärmen konnte. Also führten mich meine Wege in den Ort namens Foxton, an dem ich vier Wochen lang auf einer kleinen Farm, bei einer sehr netten Familie, gewwooft habe. Die Arbeit, war ziemlich relaxed. Sie bestand aus generellen Haushaltsarbeiten, Wände putzen, Verlegen von Holzspänen für ein neues Gehege der Tiere, Laubfegen, Tiere füttern und Sägearbeiten für ein neues Gewächshaus. Ich habe ein wenig über verschiedene Anbauverfahren von Pflanzen gelernt und erfahren, wie man eigenen Joghurt und Cottage-Cheese herstellt. Besonders genoss ich auch das Essen, denn es wurde immer sehr lecker gekocht. Ich besuchte außerdem den schönen Foxton Beach, an dem ich einen traumhaften Sonnenuntergang genießen konnte.

 

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Wohin mich nach den vier Wochen Wwoofen die Wege führten, erfahrt ihr dann wieder im nächsten Erlebnisbericht meiner Work&Travel Reise durch Neuseeland. Schaut unbedingt auch wieder in der Galerie vorbei, um anhand neuer cooler Fotos genauere Einblicke zu bekommen.

Macht’s gut!

Euer Simon

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Comments

  1. Antworten

    Graduliere zu dieser schönen Reise, zeige den Eltern das Beste was Du erlebt hast.
    Grüße von den Grazern

    1. Antworten

      Dankeschön! 🙂 Das werde ich machen 😉 Ganz liebe Grüße zurück aus dem schönen Hawke’s Bay

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