Überraschende Erlebnisse im Golden Bay

Nach unserer wunderschönen Kajak Tour im Abel Tasman National Park fuhr ich gemeinsam mit meiner TravelCrew Richtung Golden Bay in den Westen, um dort einen weiteren Teil des Abel Tasman Coast Tracks zu laufen. Doch nach den ersten paar Kilometern ereignete sich für mich ein sehr unangenehmer, unerwarteter Vorfall. Was genau mir widerfahren ist und was wir trotzdem noch so alles tolles im Golden Bay erlebt haben, erfahrt ihr in diesem neuen Erlebnisbericht auf FreeOnTrack. Let’s go!

 

Bei strahlendem Sonnenschein und mit bester Laune machten wir uns morgens auf den Weg. Im Auto drehten wir schön die Musik laut auf und begaben uns auf die kurvenreiche, bergige Straße des Takaka Hills. Und auf halber Strecke des Berges, geschah es auch schon, der Motor meines Homy überhitze sich.
Es begann mit einem leisen Zischen, das immer lauter wurde. Zuerst dachten wir, es würde vielleicht von dem aktuellen Lied kommen, das über die Anlage lief. Dann begann Qualm aus der Öffnung des Schaltknüppels zu entweichen und ein unangenehmer Geruch stieg auf. Sofort hielten wir an der nächsten Haltebucht an und stiegen so schnell wie möglich aus dem Auto. Ich rief Nicholas an, um ihn um Rat zu fragen. Er ist kurz vor mir gefahren und kennt sich etwas genauer mit Autos aus. Zusammen ließen wir den Motor eine gute halbe Stunde abkühlen und fuhren dann langsam und sehr vorsichtig weiter. Die anderen sind schon vorgefahren und wir wollten uns dann in Takaka dem nächst größeren Ort treffen.
Doch soweit schaffte es mein treuer Gefährte, der gute Homy, leider nicht mehr. Er blieb  schließlich mitten auf der Straße stehen. Gemeinsam mit Patrik und Nicholas, die glücklicherweise bei mir waren, schoben wir ihn bis zu einer kleinen Einfahrt, die nicht weit entfernt war. Ich rief den AA-Dienst an und kurze Zeit später wurden wir mit dem Abschleppwagen nach Takaka gefahren. Während mein CamperVan dort gründlichst untersucht wurde, gingen wir in der Zeit in den Supermarkt. Als wir zurück kamen, erfuhr ich die schlechte Neuigkeit. Mein Homy brauchte einen neuen Motor! Dass es so schlimm ist, damit hatte ich nicht gerechnet. Das musste ich erst einmal verarbeiten und habe mir schon gedacht, dass das das Ende meines lieben Homys sei. Doch ich wollte ihn noch nicht aufgeben und gab die Reparatur in Auftrag. Denn zwei langersehnte große Reisen standen kurz bevor, bei denen ich ihn unbedingt brauchte.

 

 

Somit stellte sich für mich die Frage wie es nun weiter gehen sollte. Mein Zuhause auf Rädern war erst einmal in der Werkstatt und ich hoffte, dass dies nicht allzu lange dauern würde. Glücklicherweise hatte Tim, der ebenfalls mit uns reiste, noch einen Platz für mich im Auto frei und somit konnte ich die anderen noch ein Stück an der Küste entlang weiter begleiten. Ansonsten hätte ich alleine in Takaka bleiben müssen um auf die Fertigstellung der Reparatur zu warten. Das große Abenteuer mit der TravelCrew ging also noch weiter!

Zuerst machten wir einen Ausflug zum Farewell Spit. Das ist die bogenförmige Landzunge, die am nördlichen Ende der Südinsel heraus sticht. Dort liefen wir einen kleinen Track an der Küste entlang. Es herrschte gerade Ebbe, so dass wir ziemlich weit hinaus bis ins Meer laufen konnten. Ich fühlte mich, als stünde ich mitten im Meer auf der Wasseroberfläche.
Sehr außergewöhnlich an dem Track ist zudem, dass man hier an zwei sehr dicht gegenüber liegenden Küstenseiten entlang laufen kann, denn man befindet sich auf einer sehr schmalen Landzunge. In der Mitte dieser Landzunge findet man eine wundervolle Sandwüste vor. Während ein paar von uns schneller sind und den ganzen Track laufen wollten, ruhte ich mich mit dem müderen Teil unserer Gruppe einwenig auf dem gemütlichen warmen Sand der Dünen aus. Ein kleines Mittagsschläfchen in der Sonne muss ab und zu ja auch mal sein.

 

 

Einen Abstecher zum Farewell Cape, der nördlichsten Spitze der Südinsel durfte auf unserem Trip natürlich auch nicht fehlen. Dieser befindet nämlich ganz in der Nähe des Farewell Spits. Der Blick auf das wunderschöne offene Meer und die Atmosphäre war wie schon bei den anderen Capes, an denen ich war, sehr majestätisch und spektakulär.
Entlang der Küste ziehen sich hier riesige wunderbare grünbewachsene Hügel, die wir erklommen und ganz dicht am Abhang entlang liefen. Wir relaxten ein wenig im gemütlichen Gras und genossen die besondere Stimmung des Capes. Ein wundervolles Gefühl, das wohl auch dutzende Schafe anzog. Diese weideten nämlich überall auf der großen weiten Wiese nicht weit weg von uns.

 

 

Am Abend dieses schönen Tages bereiteten wir uns dann noch sehr leckere selbstgemachte Pitas zu, die wir uns richtig schmecken ließen. Wir übernachteten nochmal eine Nacht in Takaka und begaben uns dann am nächsten Tag auf die Straße in den Süden an die Westcoast. In was für fantastische Regionen wir dort gelangten und was für Naturhighlights uns dort überraschten, erfahrt ihr wie immer im nächsten Erlebnisbericht hier auf FreeOnTrack. Seid gespannt!

Euer Simon

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21 years old Blogger, Photographer & Adventure-Traveller from Germany 📷🗻🏞⛺️

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