Parents Travelling – Eine Reise mit meinen Eltern (Teil 1/2)

Dies ist nun der erste Bericht, den ich aus Deutschland schreibe. Meine lange Reise durch Neuseeland ist nun zu Ende gegangen und ich bin wieder zu Hause bei meiner Familie. Ganze elf Monate lang war ich am anderen Ende der Welt, in einem Land das in seiner Natur nicht außergewöhnlicher sein kann. Ich habe die tollsten Naturspektakel zu sehen bekommen und so viel erlebt, wie nie zuvor in meinen einundzwanzig Jahren auf dieser wundervollen Erde. Ich habe gelernt, ganz auf mich selbst gestellt zu sein und ganz alleine mit mir selbst glücklich zu sein. Ich habe erkannt, was mir in meinem Leben wirklich wichtig ist und zu schätzen gelernt, dankbar zu sein für all die tollen Dinge, die mein Leben bereichern. Ein gigantisches Jahr einfach nur, für das ich so unglaublich dankbar bin. Auch wenn meine Abenteuerreise nun für mich zu Ende ist, geht es hier auf FreeOnTrack natürlich noch weiter. Die Geschichte meiner Reise ist noch nicht zu Ende erzählt. Ganz im Gegenteil, denn in meinen letzten drei Monaten standen erst die Höhepunkte meiner ganzen Reise an. Einer davon ist diese Reise mit meinen Eltern, die ich im November nach ganzen acht Monaten wieder in die Arme schließen konnte. Ein unbeschreibliches Gefühl. Gemeinsam reisten wir durch ganz Neuseeland und haben so einiges erlebt. Was genau, erfahrt ihr in diesem neuen Erlebnisbericht. Seid also gespannt und lasst euch von mir auf einen erneuten Abstecher ins Abenteuer mitnehmen.

 

Nach dem Reisen mit meiner TravelCrew bin ich nach Nelson gefahren um dort auf die Fertigstellung der Reparatur meines CamperVans zu warten. Diese hatte nochmal etwas länger gedauert als ursprünglich geplant. Doch schließlich war mein treuer Gefährte wieder top fit und ich begab mich auf die Straßen nach Wanaka ganz im Süden der Südinsel, wo ich mich mit meinen Eltern treffen wollte. In zwei Tagen überquerte ich noch einmal die ganze Insel. Die Fahrt war ziemlich lang und ich habe in kürzester Zeit die unterschiedlichsten Landschaftsformen zu sehen bekommen. Dabei machte ich einen kurzen Stop an den Maria Falls, am Fox Gletscher und an den Thunderstood Falls. Erneut fuhr ich entlang der fantastischen Westküste, vorbei an den riesigen Bergen und Gletschern, überquerte den Haast Pass bis schließlich neben mir der legendäre Wanaka See auftauchte. Das Gefühl war einfach unbeschreiblich. Lange zuvor war für mich die Region um Wanaka einer meiner absoluten Lieblingsorte von Neuseeland und ich konnte es kaum glauben schließlich dort zu sein. Die Straße verlief direkt entlang des Sees und machte dann einen Knick zum Lake Hawea. Das Wetter war traumhaft, wundervolle Gebirgsketten kamen zum Vorschein und ich kam aus dem Staunen über die Landschaft und die knalligen Farben nicht mehr heraus. In mir drin spielten die Emotionen wie wild umher. Einerseits war ich so fasziniert von der unglaublichen Landschaft und anderseits konnte ich es kaum abwarten meine Eltern nach ganzen 8 Monaten in Real Life wiederzusehen.

 

 

Angekommen im Ort Wanaka war es dann soweit und ich konnte endlich meine Mama und meinen Papa wieder in die Arme schließen. Ein Moment purer Freude.
Gemeinsam liefen wir auf einem Spaziergang an dem wundervollen Lake Wanaka entlang bis zum berühmten Wanaka Tree, ein kleiner Baum der aus dem Wasser herauswächst. Auch erklommen wir den Mount Iron, einem 150m hohen Berg, der direkt neben der kleinen Stadt liegt. Der Walk war wunderschön und von oben hatte man einen Rundblick auf die ganze Landschaft um Wanaka herum. Wir verbrachten einen richtig schönen Tag.
Abends fuhren wir zusammen nach Hawea, einem Nachbarort von Wanaka, wo wir für ein paar Tage ein Ferienhaus bewohnten. Wir hatten eine richtig gemütliche Behausung, in der ich mich sehr wohl fühlte. Gemeinsam ließen wir uns ein leckeres Abendessen schmecken und ich genoss es sehr, meine Eltern wieder direkt bei mir zu haben. Seit langem durfte ich auch mal wieder in einem richtigen Bett im eigenen Zimmer zu übernachten. Ich fühlte mich geborgener als je zuvor auf meiner Reise und schlief glücklich mit müden Augen ein.

 

 

Am nächsten Morgen frühstückten wir gemütlich und ich besuchte zusammen mit meinem Papa die Ufer des Sees Hawea, nur wenige Meter von unserer Unterkunft entfernt. Der kleine Ort ist nochmal um einiges ruhiger als das Touristenstädtchen Wanaka. Hier fühlt man sich total im Einklang mit der Natur und kann die Abgeschiedenheit sehr genießen. Wunderschöne Blumen waren am Rande des Sees zu bestaunen und es war toll, einfach nur auf die wunderschönen Weiten des Sees zu blicken.

 

 

Dann machten wir uns auf den Weg nach Queenstown, einer meiner absoluten Lieblingsorte Neuseelands. Lange habe ich immer davon geträumt eines Tages dort zu sein. Die sehr touristische Stadt liegt umgeben von malerischen Gebirgsketten am Lake Wakatipu, dem längsten See im Lande. Man kann dort die verrücktesten Aktivitäten machen. Von Jetboat-Fahren, Skydiven und Raften bis hin zu Bungy-Jumpen und noch vieles mehr. Wir erkundeten ein wenig die Straßen und fuhren mit einer Gondula hoch auf die Skyline um dort den fantastischen Ausblick zu genießen. Anschließend liefen wir noch ein wenig entlang des Ufers und durch den Botanischen Garten, der sich komplett auf einer Halbinsel befindet. Schließlich machen wir uns auch schon wieder auf den Rückweg nach Hawea, denn am nächsten Tag stand etwas ganz besonders auf unserer Tagesplanung, weswegen wir schon sehr früh aufstehen mussten.

 

 

Eine Full Day Scenic Tour zum Milford Sound, dem Königs-Highlight Neuseelands, oder auch achtes Weltwunder genannt. Gemeinsam mit Reisebus und Tourguide fuhren wir von einem Vorort von Queenstown los. Auf der Fahrt, die mehrere Stunden dauerte, machten wir mehrere Stops um Fotos zu machen. Die Landschaft war wieder mal umwerfend und gigantisch. Wir fuhren umgeben von riesigen Felsen durch ein Tal bis hin zum Homer Tunnel, der durch einen ganzen Berg hindurchführt. Angekommen auf der anderen Seite begrüßte uns ein unglaublich majestätischer Blick auf ein vollkommen neues Tal. Gigantische Felswände umringen das Tal und wo wir nur hinschauten, konnten wir einen Wasserfall neben dem anderen erblicken. Ich glaube, es ist sogar der Ort mit den meisten Wasserfällen auf der Erde.
Durch diese fantastische Landschaft fuhren wir immer weiter bis zum Hafen des Fjords. Von dort aus starteten wir eine Bootstour, die uns einmal durch den kompletten Fjord bis zum offenen Meer und zurück führte. Die Atmosphäre an diesem unberührten so wunderschönen Naturwunder ist einfach unbeschreiblich. Überall waren tolle Wasserfälle zu sehen, gigantische Berge zu bestaunen und auch Robben konnten wir beobachten. Einmal ging der Kapitän des Schiffes sogar so weit, dass er ganz dicht an einen Wasserfall heran fuhr, so dass wir alle schon beinahe unter dem Wasser standen. Ein ziemlich außergewöhnliches Erlebnis, wobei einige der Passagiere auch pitschnass wurden. Zum Glück war ich nicht dabei. Außerdem wurde uns an Bord einiges über den Fjord und seiner Geschichte erzählt, was ziemlich spannend war.
Für mich ist und bleibt der Milford Sound eines der magischsten Orte, die ich je erlebt habe. Keine Worte, Bilder oder Videos können die Energie an diesem beeindruckenden Naturwunder so gut rüberbringen – man muss selbst dort gewesen sein.

 

 

Nach unserer Tagestour verbrachten wir nochmal einen letzten gemütlichen Tag in Hawea, bevor wir uns auf den Weg zurück in den Norden begaben, in Richtung Franz Joseph an der Westküste. Dort besuchten wir die zwei berühmtesten Gletscher Neuseelands. Den Fox Gletscher und den Franz Joseph Gletscher. Diese waren trotz der Tatsache, dass sie von Tag zu Tag weiter schmelzen und nicht mehr so groß sind wie sie einmal waren, dennoch sehr spektakulär. Es war zudem sehr regnerisch und sehr vernebelt, doch gerade das fand ich sehr toll, da es eine besondere mystische Stimmung mit sich brachte. Auch konnten wir wieder unzählige außergewöhnliche Wasserfälle bestaunen, denn das Tal zu den Gletschern, war umgeben von riesigen grün bewachsenen Gebirgsketten. Ein sehr gigantischer, wunderbarer Ort.

 

 

Nach zwei Nächten die wir im Ort Franz Joseph verbrachten, fuhren wir dann weiter in den Norden. Unser Ziel: Die sonnigste Region Neuseelands, der Golden Bay. Dort hatten wir wieder für ein paar Tage eine kleine gemütliche Ferienwohnung direkt am Rande des Abel Tasman National Parks.

Wenn ihr wissen wollt, was wir dort alles erlebt und zu sehen bekommen haben, freut euch auf den nächsten Erlebnisbericht. In Teil 2 erfahrt ihr, wie die Reise mit meinen Eltern weitergegangen ist.

Bis dahin. Ich freue mich drauf.

Euer Abenteurer

Simon

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