Ein piratisches Geburtstags-Abenteuer

Dieses Jahr habe ich einen meiner besten Geburtstage, an einem der schönsten Orte von ganz Neuseeland erleben dürfen. Ganze 21 Jahre bin ich nun auf dieser coolen Erde und fühle mich nochmal ein Stück mehr im Leben drin. Ich kann sogar sagen, dass es mir selten so gut ging als in dem derzeitigen Abschnitt meines Lebens. Ich bin total dankbar diese unglaubliche große Reise machen zu können und habe dadurch so wahnsinnig viel erlebt und gelernt wie nie zuvor.
Wo ich diesen tollen Geburtstag gefeiert habe und was genau ich gemacht und erlebt habe, erfahrt ihr in diesem neuen Erlebnisbericht. Seid gespannt drauf und wagt einen erneuten Abstecher ins Abenteuer.

Diesmal begleitet ihr mich mit in den karibischen Teil von Neuseeland – in den Abel Tasman National Park. Ein wahrhaftes Paradis. Es ist für mich bisher der schönste National Park den ich gesehen habe. Es gibt dort unzählige interessante einheimische Tiere, unter anderem den Kiwi ähnlichen zahmen „Weka“ und ganz viele andere Vogelarten. Es ist auch der Ort in Neuseeland, mit den meisten Sonnentage. Wir sahen farbenfrohe, knallige und tropisch grüne Bäume sowie traumhafte, goldene Sandstrände. Auf einer dreitägigen Tour, kombiniert aus Kayakfahren und Wandern, schlängelten wir uns von Süden nach Norden an der Küste entlang und genossen wunderschöne abenteuerliche Tage.

Unsere Tour ging los in der kleine Stadt Marahau. Dort kamen wir erst einmal mehr als eine Stunde zu spät an, da wir morgens doch etwas länger gebraucht hatten, als wir eingeplant hatten. Doch zum Glück war das nicht allzu schlimm und wir bekamen auch schon sofort unsere Einweisung zu den Kajaks. Wir bekamen Schwimmwesten, Jacken, Paddel und was man für eine Kajak-Tour auf See so alles braucht. Unser ganzes Gepäck für die drei Tage, das nicht wenig war, schlossen wir wasserfest in die vier Kajaks, die uns zur Verfügung standen, an. Uns wurden alle Techniken und Sicherheitsmaßnahmen beigebracht und erklärt, an welchen Stellen wir beim Kajaken besonders aufpassen mussten, sodass wir also alle bestens für unser Abenteuer gewappnet waren.
Und dann ging es auch schon auf aufs Wasser, wo wir noch ein paar Ruderübungen durchgeführt haben bevor wir dann endlich losgeschickt wurden. Da wir später dran waren als geplant, mussten wir zusehen, dass wir das Stück für diesen Tag geschafft bekommen und unser erstes Camp erreichten. Es war ein wahnsinnig tolles Gefühl so frei auf dem Wasser zu sein. Man fühlte sich vollkommen mit der Natur verbunden und es machte so viel Spaß mit dem Kayak unterwegs zu sein. Nach dem schnellen etwas stressigen Start am Morgen, legten wir nach dem ersten größeren gepaddelten Abschnitt auf der gemütlichen Adele Island, einer kleinen Insel mit kleinem Anlegesandstrand, erstmal eine entspannte Mittags-Vesperpause ein. Jetzt hatte ich die Zeit meine GoPro in Ruhe auszupacken und meine treuen Fugoo Bluetooth Speaker rauszuholen, die ich mir ans Paddel befestigte, sodass sie uns mit aufs Wasser begleiten konnte. Ich ließ ein paar Seemannslieder abspielen, wodurch wir uns vorkamen als wären wir mitten im Film „Fluch der Karibik“. Ein echt cooles Gefühl!

Danach ging es gestärkt weiter auf die hohe See. Wir fuhren entlang wunderschöner Inselküsten, beobachteten dutzende Seelöwen und genossen ein absolut traumhafte Feeling mit chilliger Musik. Auch nach Pinguine hielten wir gespannt Ausschau, die man im Abel Tasman vorfinden kann. Doch leider suchten wir vergeblich danach. Dann stand die „Mad Mile“ vor uns. Das war ein auf unserer Karte rot markierter Abschnitt, der ziemlich stürmische Wellen mit sich brachte. Dort mussten wir uns besonders aufs Rudern konzentrieren und etwas vorsichtiger sein. Doch wir hatten zum Glück keine großen Schwierigkeiten dabei und haben die Mad Mile alle erfolgreich überquert. Es hat sogar richtig Spaß gemacht und das abenteuerliche Feeling wurde nochmal verstärkt.
Gegen späten Nachmittag kamen wir dann schließlich früh genug an unserem ersten Quartier in Anchorage, einem Campingplatz direkt am Strand an. Er lag zusammen mit kleinen piratenähnlichen Hütten etwas versteckter in einer wunderschönen Bucht und bot alle sanitären Anlagen, die man sich nach einer anstrengenden Kayak-Tour nur so wünschen konnte. Verrückter Weise hatte es sogar mitten im National Park WiFi, womit keiner von uns gerechnet hätte. Aber ich habe mir lieber meinen iPhone-Akku zum Fotografieren aufgespart und hatte in dieser traumhaften Natur sowieso nicht das Bedürfnis danach es zu benutzen. Wir waren nach dem Tag ziemlich fertig und ruhten uns erstmal mit kleinem Snack zwischen unserem, auf der gesamten Wiese verstreutem Gepäck aus, bevor wir uns um das Nudel-Abendessen und das Aufbauen der Zelte kümmerten. Dabei haben wir bemerkt, dass von unseren drei Zelten, die wir mitgenommen hatten, eines total verschimmelt war und bei einem anderem die Stangen fehlten. Wir stellten fest, dass wir uns also bestens vorbereitet hatten.
An diesem Abend haben wir unseren ersten „Weka-Vogel“ gesichtet und ihn gleich, auf Grund seines ähnlichen Aussehens, mit dem Kiwi-Vogel verwechselt. Er sieht fast genau so aus, nur dass er etwas dünner ist und einen nicht ganz so langen Schnabel hat. Ich habe ein ziemlich witziges Video von ihm aufgenommen und auf meinem YouTube-Channel hochgeladen. Dieses könnt ihr euch gerne hier anschauen.
An diesem Abend genossen wir noch auf ein paar Felsen einen wunderschönen Sonnenuntergang am Strand und hatten eigentlich vor in meinen Geburtstag rein zu feiern. Aber wir entschieden uns dann doch aufgrund unserer Müdigkeit lieber etwas früher Schlafen zu gehen, damit wir am nächsten Tag auch fit genug fürs Weiterpaddeln waren.


Am nächsten Morgen wurde ich früh und noch etwas müde von bunten Geburtstagsballons geweckt, die so plötzlich in unser Zelt geflogen kamen. Mit Sonnenschein und frischer Morgenluft genossen wir ein wunderbares, gemütliches Frühstück im Paradies. Ein herrlicher Beginn für einen 21. Geburtstag. Wir verstauten wieder all unser Gepäck in die Kajaks und banden die Luftballons am Boot fest, bevor es wieder zurück auf die hohe See ging.
Diesmal kamen wir ziemlich schnell voran und genossen die letzte Strecke, die wir zu Paddeln hatten, sehr. Mittags machten wir wieder Halt, an einer schönen Anlegestelle am Strand und relaxten ein wenig mit Vesper und Sonnenschlaf im goldenen butterweichen Sand. Das hatte richtig gut getan und ich fühlte mich selten so entspannt.
Schließlich begaben wir uns wieder aufs Wasser und fuhren die letzte Strecke bis zu dem Strand, an dem unsere Kajaks abgeholt wurden. Ab jetzt ging es zu Fuß weiter. Unser ganzes Gepäck mussten wir auf Backpacks umpacken und ab dort alles selber tragen. Am Strand entdeckten wir noch eine kleine coole Höhle und machten uns dann auf den Weg an der Küste entlang. Auch an Land war die Natur einfach nur umwerfend und bot nochmal ein ganz anderes Feeling. Die Wanderpfade sind alle ziemlich gut ausgebaut und gut zu finden. Besonders gefielen mir all die leuchtenden knalligen Farben des Abel Tasman National Parks. Die Ausblicke auf grüne Wälder, goldene Strände und das knallblaue Meer waren einfach nur faszinierend.
Wir liefen weite Sanddünen, auf denen einige Boote gestrandete waren, entlang bis wir schließlich abends an unserem zweiten Quartier ankamen. Dort kochten wir uns wieder leckere Nudeln und verbrachten noch einen chilligen Abend. Es war für mich ein echt traumhaft schöner Geburtstag im Paradies.


Am letzten Tag unserer Tour mussten wir sehr früh aufbrechen, damit unser Weg über das Watt nicht von der kommenden Flut überschwemmt wurde. Die Wälder waren noch etwas vernebelt und die Luft war wieder sehr frisch am Morgen. Wir liefen weiter durch tropische Wälder und wunderschöne Sandstrände bis wir mittags sehr erschöpft an unserem Hauptziel ankamen. Dort warteten wir mit Kokosnuss als Verstärkung auf das kommende Aqua-Taxi, das uns wieder zurück nach Marahau bringen sollte. Dann wurde es  zum Schluss noch einmal richtig spaßig und aktionreich. Was keiner erahnte – das Aqua-Taxi war so eine Art Jetboat, dass die ganze Strecke, die wir an den drei Tagen zurückgelegt hatten, innerhalb kurzer Zeit entlang heizte. Das hat gerade am Ende noch einmal mega viel Spaß gemacht und war für mich mit einer der Highlights von der ganzen Tour. Wir konnten nochmal alle Stellen sehen, die wir entlang gepaddelt sind und waren echt froh, das ganze Stück nicht nochmal zurück wandern zu müssen.




Zurück an den Autos, die wir natürlich nicht mit in den National Park nehmen konnten, fuhren wir erst einmal zu einem Hostel, um dort heiß zu duschen und unsere ganzen Ressourcen wieder aufzufüllen. Unsere Kleidung war reif für die Wäsche und unsere elektronischen Geräte benötigten dringend wieder neue Energie. Anschließend gönnten wir uns noch gemeinsam Fish & Chips, die wir uns nach solch drei abenteuerlichen Tagen echt verdient hatten. Und ziemlich lecker waren diese dann auch.

Mein diesjähriger Geburtstag war einfach nur unglaublich toll und hat so verdammt viel Spaß gemacht. Schöner hätte ich ihn mir an einen so besonderen Ort nicht vorstellen können. Den Abel Tasman National Park habe ich sehr in mein Herz geschlossen und er wurde zu einem meiner absoluten Naturhighlights von ganz Neuseeland.

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Comments

  1. Antworten

    (Nachträglich) alles Gute zum Geburtstag aus Graz/Österreich. Noch viele tolle Erlebnisse auf Deiner Reise!

    1. Antworten

      Dankeschön! 🙂

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